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Geistige Leistungsfähigkeit

Geistige Leistungsfähigkeit

»Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.« Henry Ford

 

Kennst du jemanden bei dir im Umfeld, in deinem Freundeskreis, in deiner Verwandtschaft, der an Depressionen leidet? Oder jemanden mit einem Burn-out? Ich habe in den letzten Jahren immer mehr Menschen in meinem engeren und weiteren Umfeld mit solchen Krankheitsbildern erlebt. Es gibt viele Menschen, die ein Trauma aus ihrer Jugend nie richtig verarbeitet haben. Manche Menschen müssen auch einfach zu viel Druck auf ihren Schultern standhalten. Diese Menschen haben sich immer mehr auf ihre Schultern geladen, und irgendwann gibt entweder der Rücken oder der Geist nach.

Das erste Geheimnis: Schluss mit dem Höher-schneller-weiter-Wahn

Geistige Erkrankungen nehmen seit Jahren immer weiter zu. Zu den häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit gehören mit fast 50 % geistige Erkrankungen. Viele Menschen leiden bereits an einem Burn-out, wollen es aber nicht wahrhaben. Sie ignorieren die Anzeichen und treiben sich selbst immer weiter an. Meiner Meinung nach besteht eine der Ursachen dafür im hohen gesellschaftliche Anspruch. Es geht alles noch höher, noch schneller, noch viel weiter. Ich habe viele Jahre im Vertrieb gearbeitet. Wenn du in diesem Jahr mit Mühe und Not 5 Mio. EUR Umsatz gebracht hast, dann gehen im Jahr darauf sicherlich 10 % mehr. Und im übernächsten Jahr nochmals 10 % mehr. Wir werden darauf getrimmt, immer mehr Leistung und immer größere Ergebnisse zu bringen.

Doch unser Geist ist gar nicht darauf ausgelegt. Wir Menschen sind hochemotionale Wesen. Unser Geist und unsere Gefühle können mit den vielen Eindrücken Tag für Tag gar nicht richtig umgehen. Überleg dir mal, wie viele Informationen und Emotionen jeden Tag auf dich einprasseln. Du stehst morgens auf und hast sofort dein Smartphone in der Hand. Da blinken dir direkt die ersten Mitteilungen von Twitter, Facebook und Co. entgegen. Ich bin früher morgens aufgestanden und hatte in den ersten fünf Minuten bereits von allen Vorfällen auf der ganzen Welt gelesen. Ein Erdbeben in Asien. Ein Busunglück mit 20 Toten auf der A3. Ein vermisstes Kind in Hessen. Eine verunglückte junge Mutter auf der A7. Der DAX ist eingebrochen. Donald Trump droht mit Krieg. Der FC Bayern hat 50 Millionen für einen neuen Spieler ausgegeben. Im Dschungelcamp, bei Let‘s Dance oder DSDS ist jemand ausgeschieden.

Ich habe diese ganzen Informationen gelesen und irgendwo in mir abgelegt. Ich habe sie irgendwann auch gar nicht mehr bewusst wahrgenommen. Neue Informationen über Todesfälle oder andere Unglücke sind nach einer gewissen Zeit einfach an mir abgeperlt. Es wurde ganz normal, jeden Morgen über Todesopfer und Unglücke zu lesen. Doch diese Informationen sind automatisch in unserem Unterbewusstsein gespeichert. Und diese Informationen begleiten uns manchmal nicht nur den einen Tag. Teilweise begleiten uns diese Informationen unser ganzes Leben. Und dabei ist es egal, ob eine Information für unser eigenes Leben sinnvoll ist oder nicht. Sie wird automatisch in unserem Gehirn abgespeichert. Nach der ersten Dosis News über das Handy kommt noch das Radio und der Fernseher hinzu. Hierüber nehmen wir die Informationen nochmals mit anderen Sinnen auf.

Nachdem mein Gehirn also wie beschrieben bereits richtig auf den Tag eingestellt war, sind die Kinder aufgewacht. Ich habe zusammen mit Jana die Kinder für Schule, Kindergarten und Kinderkrippe fertig gemacht. Alles muss natürlich schnell gehen, weil wir alle unter Termindruck stehen. Jeder muss pünktlich ankommen. Ich muss noch auf die Autobahn und hoffe, dass sich der Stau um Frankfurt im Rahmen hält. Die standardmäßigen 30 Minuten extra habe ich hierbei bereits einkalkuliert. Ich bin in den Tag mit Vollgas gestartet und stand bereits unter Stress. So hat es sich durch den ganzen Tag gezogen. Dann bin ich von einem Termin zum nächsten gehetzt. Es gab immer jemanden, der immer mehr von mir verlangte: entweder der Chef, die Mitarbeiter oder die Kunden. Ich sollte immer schneller reagieren. Ich sollte immer mehr Aufgaben aus dem Team übernehmen. Ich sollte immer besseren Service bieten. Zusätzlich habe ich mir auch noch privat viele Aufgaben aufgebürdet. Mit den Kindern wollte ich etwas spielen. Im Haushalt wollte ich einiges erledigen. Immer wieder kamen noch weitere private Verpflichtungen hinzu. Meist kam noch irgendetwas Unvorhergesehenes hinzu, sodass ich zusätzlich erst hier was erledigen und danach dort was machen musste. Es hat mich alles nur noch genervt: Ein unfähiger Autofahrer, dem ich am liebsten direkt den Führerschein abgenommen hätte. Oder ein Kollege, der mich wieder auf die Palme gebracht hatte.

Als ich dann nach Hause kam, war ich bereits von dem ganzen Tag genervt. Meine Kinder und meine Ehefrau Jana haben das natürlich auch gespürt. Die Familie musste schon öfters als Blitzableiter herhalten. Meine ganzen aufgestauten Emotionen mussten schließlich irgendwann raus. So kam es, dass ich meinen Ärger und meine Wut immer wieder auf meine Kinder und auf Jana entladen habe. Die Kinder waren einen Tick zu laut, und ich habe sie direkt angemotzt. Es war irgendetwas nicht richtig aufgeräumt? Also habe ich das entweder den Kindern oder Jana vorgeworfen. Die Kinder haben beim Abendessen gekleckert? Klar habe ich sie angemotzt, dass sie mal vernünftig essen sollten. Das alles hat bei mir nur dazu geführt, dass ich mich in meinem eigenen Hamsterrad immer schneller angetrieben habe.

Freunde und Kollegen mit einer ähnlichen Lebensweise waren durch so was bereits krank geworden. Ein Kollege ist mit Burn-out für mehr als 9 Monate ausgefallen. Ein anderer hat einen Bandscheibenvorfall bekommen. Viele weitere haben mit Übergewicht und anderen Erkrankungen zu kämpfen. Meine eigene körperliche und geistige Gesundheit war zu diesem Zeitpunkt zum Glück noch gut gewesen. Ich habe für mich die Vorzeichen deutlich gesehen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Lebensweise zu verändern. Vielleicht denkst du jetzt: „Ich habe schon Vorerkrankungen und habe gewisse Einschränkungen …“ – doch lies weiter! Gerade wenn du schon Vorerkrankungen haben solltest, weißt du bereits aus eigener Erfahrung, welche Einschränkungen dadurch im Alltag entstehen. Mir hat damals folgende Überlegung geholfen: Was wird mich das kosten, wenn ich jetzt nichts verändere? Und damit meine ich nicht unbedingt Geld. Ich meine Lebensqualität. Erlebnisse mit der Familie. Möglichkeiten, die ich nicht wahrnehmen kann.

Ich stelle mir das Leben wie einen langen Bergaufstieg vor. Es ist egal, wo du dich gerade bei deinem Aufstieg befindest – ob du noch am Fuße des Berges stehst oder ob du bereits einen großen Teil des Aufstiegs geschafft hast. Du kannst dich jederzeit entscheiden, in welche Richtung du weitergehst. Du allein bestimmst das Tempo. Die Alternative dazu wäre, dass du am Fuße des Berges hin und her läufst und in deinem Leben nicht auf die nächsthöhere Ebene kommst.

Das zweite Geheimnis: Das richtige Mindset ist die Grundvoraussetzung für ein erfülltes Leben

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht einfach ist, aus diesem System auszubrechen. Schließlich habe ich jahrelang gebraucht, um mir meine Routinen und Gewohnheiten anzutrainieren. Das ist natürlich unbewusst geschehen. Doch diese Gewohnheiten haben mich nun mal zu diesem Leben geführt. Die Umstellung war nicht einfach. Als es schließlich in meinem Kopf klick gemacht hatte, war für mich klar. Ich habe keine andere Wahl. Die Nicht-Umsetzung würde bedeuten, dass ich bewusst in Kauf nehme, in den nächsten Jahren körperlich und geistig zu erkranken.

Wie ich dabei vorgegangen bin? Viele der Methoden und Maßnahmen sind mit Sicherheit nicht neu. Wahrscheinlich hast du schon mal einzelne Methoden probiert oder sogar umgesetzt. Deshalb werde ich dir nicht viel Spektakuläres dazu sagen. Nur eines zählt: Das wichtigste Geheimnis, um in die Umsetzung zu kommen, ist: Finde dein WARUM! Damit meine ich kein oberflächliches WARUM wie „Es wäre schön, wenn ich ein wenig mehr Zeit hätte …“ oder „Ich würde gern weniger Stress haben …“ – das sind keine WARUM-Antworten! Nur echte Antworten werden dich motivieren, in die Umsetzung zu gelangen. Wenn es später mal schwer werden sollte, dann wirst du mit solch einer laschen WARUM-Antwort direkt deine Vorsätze vergessen und in alte Muster verfallen. Deshalb habe ich mit mir einen schriftlichen Dialog geführt und die Antworten aufgeschrieben. Und der Dialog lief folgendermaßen ab:

Frage 1: Warum? Beispiel: Warum möchte ich körperlich und geistig Leistungsfähig sein? Weil ich mit meinen Kindern toben und spannende Aktivitäten unternehmen möchte. 

Frage 2: Warum? Bezogen auf das Beispiel: Warum ist für mich wichtig mit meinen Kindern spannende Aktivitäten zu unternehmen? Weil ich mit ihnen schöne Erlebnisse sammeln möchte.

Frage 3: Warum? Warum ist es für mich wichtig schöne Erlebnisse mit meinen Kindern zu sammeln? Weil ich schöne Erinnerungen für meine Kinder und für mich kreieren möchte.

Frage 4: Warum? Warum ist es für mich wichtig, dass meine Kinder und ich schöne Erinnerungen haben? Weil ich dadurch eine aktive Rolle im Leben meiner Kinder übernehme.

Frage 5: Warum? Warum ist es für mich wichtig eine aktive Rolle im Leben meiner Kinder zu übernehmen? Weil meine Mutter zu früh verstorben ist und keine aktive Rolle mehr in meinem Leben übernehmen konnte. 

Frage 6: Warum? Warum ist es für mich wichtig, dass ich viele Jahre eine aktive Rolle im Leben meiner Kinder übernehme?

Hier kommt mein WARUM bezogen auf meine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit: Ich will für Jana und für meine Kinder und für alle Menschen, denen ich helfen kann, so lange wie möglich körperlich und geistig leistungsfähig sein. Ich will mit meinen Kindern, Enkelkindern, Urenkelkindern und Ururenkelkindern an einem großen gemeinsamen Tisch meinen 120. Geburtstag feiern. Ich habe es grob überschlagen, wir werden dann über hundert Personen sein. Mein WARUM treibt mich jeden Tag an. Ich will es unbedingt erreichen! Der tolle Nebeneffekt ist, dass ich dadurch mein ganzes Leben lang leistungsfähig sein werde und mein Leben damit bis zu meinem 120. Geburtstag an jedem Tag voll auskosten kann.

Wenn du jetzt denkst: „Roman, du hast dein WARUM gefunden. Aber ich weiß nicht, was mein WARUM sein soll.“ Ein starkes WARUM muss sich erst mal entwickeln. Das kann einige Zeit dauern. Finde erst mal ein WARUM, welches dich die nächsten Monate antreibt. Danach stellst du dir die Fragen einfach nochmals. Dann wird dein WARUM immer mächtiger. Und irgendwann kannst du gar nicht mehr anders, als in die Umsetzung zu gelangen und dein Ziel umzusetzen.

Das dritte Geheimnis: Neue Routinen entwickeln

Als ich mein WARUM kannte, bin ich wie folgt vorgegangen:

  1. Analysiere deinen Tag: Mach dir bewusst, wie dein Tag abläuft. Und schreibe dir zu jeder Handlung deine Emotionen und deine Gefühlslagen auf. 
  2. Welche Routinen und Gewohnheiten lassen sich erkennen? Routinen sind Abläufe, die du meist jeden Tag machst. Eine Routine ist z. B., wenn du jeden Morgen nach dem Aufstehen erst mal eine Tasse Kaffee trinkst und eine Zigarette auf dem Balkon rauchst. Schreibe dir alle Routinen und Gewohnheiten auf.
  3. Welche dieser Routinen und Gewohnheiten passen zu deinem WARUM?
  4. Welche dieser Routinen und Gewohnheiten passen nicht zu Deinem WARUM?
  5. Ersetze die unpassenden Routinen und Gewohnheiten durch neue Routinen und Gewohnheiten, die zu deinem WARUM passen. Wenn du körperlich leistungsfähig sein möchtest, ist die allmorgendliche Kaffee- und Zigaretten-Routine einfach unpassend. Überlege dir stattdessen eine neue Routine für deinen Morgen. Das kann eine 15-minütige Sporteinheit sein. Oder eine Meditation. Oder etwas anderes, was zu dir persönlich passt.

So habe ich nach und nach alle schlechten Gewohnheiten und Routinen umgewandelt. Bis ich nur noch Gewohnheiten und Routinen hatte, die mein WARUM, also meine Vision fördern.

Früher habe ich bis 7 Uhr geschlafen und bin dann gehetzt in meinen Tag gestartet. Alles musste schnell gehen. Mich und die Kinder für den Tag vorbereiten. Essen einpacken. Kinder in die Kita fahren. Dann selbst ab auf die Arbeit. Mein Terminkalender war meist fremdgesteuert. Mir wurden Termine eingestellt und so bin ich weiter durch den Tag gehetzt. Nach der Arbeit bin ich folglich total fertig nach Hause gekommen und habe mich sofort aufs Sofa gelegt. Anschließend noch die Kinder ins Bett bringen und dann ein bis zwei Stunden meine Gedanken vom Tag mit Fernsehen betäuben. Damit verstrichen die Tage immer schneller.

Nach der Transformation sieht mein Tagesablauf wie folgt aus: Ich stehe jeden Morgen (auch am Wochenende oder im Urlaub) um 6 Uhr auf. Ich meditiere 15 bis 30 Minuten. Ich schreibe mir meine Erfolge und Erlebnisse vom Vortag in ein eigens dafür vorgesehenes Notizbuch hinein. Am Anfang habe ich mir dafür einfach ein gebundenes Notizbuch genommen. Mittlerweile nutze ich mein selbstentwickeltes Notizbuch dafür. Ich schreibe mir die größten Chancen für den heutigen Tag auf. Worauf will ich heute besonders achten? Was will ich am heutigen Tag unbedingt erledigen? Will ich heute Jana oder den Kindern besonders viel Aufmerksamkeit schenken? Will ich auf die Gefühlsausbrüche meiner Kinder besonders einfühlsam eingehen? Will ich einen wichtigen Kundentermin heute vorbereiten? Dann treibe ich 30 Minuten Sport. Ich trainiere aktuell mit einer Fitness-App. Meine Trainingseinheit besteht aus unterschiedlichen Body-Weight-Workouts. Zweimal die Woche stehen Yoga und Dehnübungen auf dem Programm. Nach dem Sport dusche ich und bin fertig für den Arbeitstag. Ich ziehe die Kinder um und bringe Sie in den Kindergarten. Gegen 9 Uhr fange ich an zu arbeiten.

Meine Arbeit habe ich so organisiert, dass ich meist nur einen Termin pro Tag wahrnehme. Ich fokussiere mich an jedem Tag auf die wichtigsten Aufgaben und erledige diese als erstes. In dieser Zeit lasse ich mich auch nicht ablenken. Ich leite mein Telefon auf die Voicemail um und arbeite im Mailpostkorb Offline. Meine Bürotür bleibt geschlossen und ich schicke konsequent jeden weg, der an die Tür klopft. Außerdem lese ich jeden Tag eine Stunde lang in einem Sachbuch. Aktuell sind es Bücher über Persönlichkeitsentwicklung, wie das PowerPrinzip von Tony Robbins. Mein Terminkalender wird nicht mehr fremdgesteuert. Nach der Arbeit spiele ich mit unseren Kindern und mit Jana tausche ich mich über den Tag aus. Dann bringen wir die Kinder ins Bett und Jana und ich haben anschließend noch Zeit für uns. Gegen 22 Uhr gehen wir schlafen. Im Bett visualisiere ich nochmals meinen ganzen Tag und gehe alle tollen Erlebnisse vor meinem geistigen Auge durch. Indem ich mich auf die tollen Erlebnisse konzentriere, trainiere ich mich mehr auf die guten Erlebnisse des Tages zu achten. Es kommt auch vor, dass ich meine Gedanken nicht beruhigen kann. Dann hilft eine Einschlafmeditation, um meine innere Ruhe wieder zu finden. Natürlich gibt es auch schlechte Erlebnisse. Diese bearbeite ich zu einer anderen Tageszeit. Um negative Erlebnisse zu verarbeiten gibt es eine Methode, auf die ich in meinem Online-Coaching intensiv eingehe.  

Wenn du dir jetzt denkst: „In meinem Alltag kann ich all diese Dinge nicht umsetzen …“ – dann möchte ich dich darin bestärken mit dem ersten Schritt anzufangen. Diese Veränderungen habe ich ebenfalls Schritt für Schritt vorgenommen. Nicht alle auf einmal! Und zwischendurch habe ich immer wieder angepasst. Innerhalb von 6 Monaten konnte ich somit meinen ganzen Tagesablauf und meine gesamten Gewohnheiten verändern. Es ist gar nicht so schwer, wenn du weißt, WARUM du diese Veränderung unbedingt brauchst. Dein Tagesablauf wird auch nicht so aussehen wie meiner. Du wirst automatisch die Routinen und Gewohnheiten etablieren, die zu dir und deinem WARUM passen.

Das vierte Geheimnis: Du entscheidest, wie du auf die äußeren Umstände reagierst.

Es gibt noch ein wichtiges Geheimnis, das jeder von uns sofort umsetzen kann! Du kennst sicherlich den Spruch: „Gibt dir das Leben Zitronen, dann mach Limonade daraus“. Egal was uns im Alltag erwartet oder welche Steine uns in den Weg gelegt werden. Ob uns einer die Vorfahrt nimmt und unser Auto beschädigt. Wir können entscheiden, wie wir darauf reagieren. Entweder wir steigen aus dem Auto und schreien den anderen Autofahrer an. Oder: Wir bleiben ruhig, klären die Angelegenheit sachlich und fahren weiter. Du kannst die Welt um dich herum nicht verändern. Aber du kannst lernen, auf die Welt anders zu reagieren. Das kannst du dir hier und jetzt vornehmen. Setze es heute oder spätestens morgen um. Wenn dich dann erneut eine Situation ärgern sollte, halte einen Moment lang inne, bevor du wieder in deine alten Muster verfällst. Atme einige Male tief ein und aus. Überlege dir in Ruhe, wie du mit dieser Situation umgehen möchtest. Du wirst merken, dass du dadurch viele Situationen im Alltag entschärfen kannst. Ich muss zugeben, dass es mir auch nicht jedes Mal gelingt. Aber ich werde immer besser darin.

Smarte Grüße

Roman

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Familie Moderne Männerrolle

Vatertypen

Vatertypen

»Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.« Albert Schweitzer

 

Es gibt unterschiedliche Typen von Vätern. Bei meinen Recherchen und in verschiedenen Gesprächen mit Vätern habe ich festgestellt, dass es im Wesentlichen sechs Typen gibt. Es gibt mit Sicherheit noch weitere Ausprägungen, aber die folgenden Vatertypen treffen auf die Mehrheit der Väter zu. Diese unterschiedlichen Typen sind weder schlecht noch gut. Weder richtig noch falsch. Es kommt immer auf die individuelle Situation an und darauf, wie sich die Familie damit arrangiert. Ich habe natürlich meine eigene Meinung dazu. So wie du deine Meinung dazu haben wirst. Ich möchte mit der Erläuterung der unterschiedlichen Vatertypen das Bewusstsein für dich schaffen, damit du über deine Vaterrolle nachdenken kannst.

Typ 1: Der König

Dieser Vater ist der König in seinem Zuhause. Er herrscht über sein Haus und seine Untertanen. Wenn er von der Arbeit heimkommt, dann ist seine Dienerin schon da, also seine Ehefrau, und nimmt ihn direkt in Empfang. Das Essen ist fertig. Es ist schon alles erledigt, damit er sich wohlfühlt. Seine Kinder laufen ab dem Zeitpunkt nur noch auf Zehenspitzen durchs Haus – darauf bedacht, den Vater auf keinen Fall zu stören.  Der Vater regiert sein Reich sozusagen aus seinem Sofasessel heraus und lässt sich von seiner Ehefrau und seinen Kindern bedienen. Alle müssen auf ihn allein hören. Er schaltet sich in die Kindererziehung nur ein, wenn er eine Strafe verkündet oder eine Begnadigung ausspricht. Die Mutter unterstützt seine Rolle zusätzlich mit Aussagen: „Warte mal, bis der Vater nach Hause kommt!“ Hier gibt es eine klare Hackordnung in der Familie. Der Vater ist der König und alle anderen müssen ihm gehorchen. Was der Vater sagt, das ist Gesetz.

Typ 2: Der Pessimist

Das ist so ein Typ Mann und so ein Typ Vater, der in seinem Leben unzufrieden ist. Er ist frustriert über seinen Job. Er arbeitet in seinem Beruf ungern. Er übt ihn nur aus, um irgendwie Geld zu verdienen. Er ist unzufrieden mit seinem Körper, mit seinen Beziehungen, mit seinen Freunden, mit der Politik und überhaupt. Diese Lebenseinstellung wirkt sich auf die gesamte Familie aus. Folgende Aussagen stammen typischerweise von einem Pessimisten: „Du Idiot, was hast du wieder angestellt? Ist das alles, was du zu bieten hast? Du hörst mir nie zu! Du machst immer alles falsch! Du wirst niemals etwas in deinem Leben erreichen! Du wirst dein Leben lang Toiletten schrubben. Das kannst du eh nicht!“  Diese Aussagen sind natürlich nicht hilfreich. Einen Hintergedanken jedoch hat der Pessimist dabei: Im Grunde will er seine Kinder motivieren. Mit diesen Sprüchen will er sie auf das Leben vorbereiten und sie anspornen, es besser zu machen. Natürlich ist das die falsche Herangehensweise. Allerdings weiß er sich nicht besser zu helfen. Er hat es wahrscheinlich von seinem Vater so gelernt. Er ist mit seinen Ergebnissen im Leben unzufrieden und das lässt er mittels dieser Aussagen auch seine Kinder spüren.

Typ 3: Der Karrierevater

Der Karrierevater ist höflich und zuvorkommend. Er spricht meist mit ruhiger Stimme. Er kauft regelmäßig tolle Geschenke und Süßigkeiten für seine Kinder. Allerdings ist er fast nie zu Hause bei seiner Familie. Der Karrierevater arbeitet viel, und wenn er spät abends nach Hause kommt, dann ist er meistens mit seinen Gedanken weiterhin bei der Arbeit. Seine Kinder nehmen ihn im Alltag kaum wahr. Er hat nur einen ganz kleinen Anteil an der Kindererziehung. In der Familie ist eigentlich er primär dafür zuständig, das Geld nach Hause zu bringen.

Jana und ich waren mit unseren drei Kindern mal wieder an einem Sonntagnachmittag im Wald spazieren. Ich war gerade dabei, den Kinderwagen in den Kofferraum unseres Autos zu laden. Da sprach mich plötzlich ein älterer Mann an. Wir kamen ins Gespräch und da sagte er etwas ganz Interessantes über sein Leben: „Ich war mein ganzes Leben lang Kinderarzt. Jetzt bin ich 80 Jahre alt und habe vor knapp 10 Jahren meinen Beruf aufgegeben. Ich war sehr gern Kinderarzt und hatte sehr viel Freude an meiner Arbeit.“ Er ging zur offenen Autotür und sprach ein wenig mit unseren Kindern. Ich sah sofort, dass meine Kinder ihm gegenüber sehr zutraulich sind. Er hatte einfach eine sehr sympathische Aura um sich. Jana fragte ihn: „Sind Sie auch schon Opa?“ Die Freude in seinen Augen war schlagartig verflogen. Es war klar zu sehen, dass dieses Thema ein wunder Punkt bei ihm war. Er antwortete mit einer etwas leiseren und ruhigeren, fast schon traurigen Stimme: „Ja, ich habe Enkelkinder. Allerdings leben meine Kinder in Leipzig und ich in der Nähe von Frankfurt. Ich habe seit vielen Jahren keinen Kontakt zu meinen Kindern und Enkelkindern.“ Jana und ich waren sehr betroffen nach dieser Aussage. Dieser Kinderarzt ist ein Prototyp eines Karrierevaters.

Typ 4: Der passive Vater

Das ist der Typ Vater, der seine gesamte väterliche Verantwortung an seine Ehefrau abgegeben hat. Sobald er nach der Arbeit heimkommt, zieht er sich zurück. Er versteckt sich in seinem Gartenhaus oder in seinem Hobbyraum. Oder er beschäftigt sich mit Aufgaben am Haus, am Auto oder mit anderen Dingen. Er braucht vielleicht auch jeden Abend ein paar Fläschchen Bier oder einige Gläschen Wein, um runterzukommen. Oder er versucht, seine Gedanken mit Trash-TV zu betäuben. Die meiste Zeit nimmt er nicht am Leben seiner Kinder teil. Seine Frau übernimmt im Endeffekt zusätzlich die Aufgaben des Vaters und muss beide Rollen ausfüllen. Der passive Vater hat einfach alles auf seine Ehefrau abgewälzt und lebt sein eigenes Leben für sich. Klar bezahlt er die Rechnungen und sorgt fürs Essen sowie ein Dach überm Kopf, aber zum Familienleben und zur Kindererziehung trägt er wenig bis gar nichts bei.

Einige Jahre war ich eine Mischung aus Karrierevater und passivem Vater. Ich habe mich um meine Arbeit gekümmert und es war sehr bequem für mich, dass sich Jana um die Kinder gekümmert hat. Der normale Tagesablauf sah so aus, dass ich meine Tochter in die Kita gebracht habe und dann erst spät abends wieder nach Hause gekommen bin. Ich war auch teilweise einige Nächte auf Dienstreisen unterwegs und gar nicht zu Hause. Nach Feierabend bin ich nach Hause gekommen und habe mich aufs Sofa vor den Fernseher gelegt. Den ganzen Tag hatte ich schwierige Kunden- und Mitarbeitergespräche, die mich einfach ausgelaugt haben. Ich wollte nach Hause kommen und die Gedanken an die Arbeit einfach mit stumpfsinnigen Serien betäuben. Dabei habe ich bewusst in Kauf genommen, dass ich die Zeit nicht für meine Tochter genutzt habe. Ich habe zu mir selbst immer wieder gesagt: „Du brauchst auch mal eine Auszeit von allem. Du musst dich um dich selbst kümmern.“ Somit hatte ich die perfekte Ausrede gefunden. Zu jener Zeit habe ich nicht gewusst, woran das liegt. Meinen Zustand habe ich als normal empfunden. Da es vielen anderen Vätern in meinem Umfeld auch so ging, wurde ich darin sogar noch bestätigt. Zum Glück hat mich Jana immer wieder animiert, etwas mit meiner Tochter zu unternehmen. Auf den Spielplatz rauszugehen. Mit ihr zu spielen. Solche Tage haben mich viel Energie gekostet, aber ich war froh, dass ich vom Sofa aufgestanden bin.   

Typ 5: Der Hausmann

Ein sehr moderner und neuer Vatertyp ist der Hausmann. Immer mehr Männer entscheiden sich dafür, entweder zwei Monate oder bis zu drei Jahre Elternzeit zu nehmen. Immer öfter gibt es die Konstellation, dass der Mann vollständig seinen Beruf aufgibt und sich um die Familie kümmert. Der Hausmann ist immer für seine Kinder da. Er ist da und hilft den Kindern, sich morgens für die Schule oder den Kindergarten vorzubereiten. Er kümmert sich um den Haushalt. Er ist da, um mit den Kindern die Hausaufgaben zu machen und unterstützt sie im Alltag. Er ist sehr präsent im Alltag und die Kinder nehmen ihn sehr stark in ihrem Leben wahr.

Die Herausforderung des Hausmannes ist die, dass seine Ehefrau sehr viel unterwegs ist. In dieser Konstellation ist die Ehefrau die Karrieremutter. Hier hat die Mutter die gleichen Herausforderungen wie der Karrierevater. Sie ist sehr selten für ihre Kinder da, und das Problem des nicht anwesenden Elternteils verlagert sich auf die Mutter. Die Männer geben sich voll und ganz der Familie und der Kindererziehung hin. Tendenziell ist meistens der Mann der Haupternährer und sorgt für den größten finanziellen Beitrag. Beim Hausmann ist das meist schon vor der Geburt des ersten Kindes umgekehrt. Hier ist die Ehefrau karriereorientierter und verdient meistens schon mehr als der Mann. Deshalb fällt später die Entscheidung leichter, dass der Vater zu Hause bleibt und die Mutter den alleinigen oder den größeren finanziellen Beitrag für die Familie leistet.

Typ 6: Der Smart Dad

Der Smart Dad ist als Antwort auf die aktuellen Herausforderungen eines Vaters entstanden. Er hat es geschafft, alle seine Lebensbereiche in Einklang zu bekommen. Er hat sich so organisiert, dass er seine Zeit flexibel anpassen kann. Somit hat er viel Zeit für seine Kinder und begleitet sie durch ihre Lebensphasen. Er liebt seine Arbeit, und seine Kunden lieben, was er tut. Er kümmert sich täglich um seine körperliche und geistige Gesundheit und hat verstanden, dass seine körperliche und geistige Gesundheit der Schlüsselfaktor für sein Leben ist. Er geht auf die Bedürfnisse seiner Kinder und auf die seiner Ehefrau aktiv ein. Er bringt sich aktiv ins Familienleben ein. Er weiß, was er im Leben will und er kennt seine eigenen Bedürfnisse. Er geht voller Selbstbewusstsein und voller Selbstliebe durchs Leben. Der Smart Dad verfolgt seine Träume. Er ist ein großartiges Vorbild für seine Kinder und unterstützt seine Kinder dabei, dass sie ihr volles Potenzial entfalten. Er hat verstanden, wie wichtig es ist, alle Lebensbereiche unter einen Hut zu bekommen, in allen Lebensbereichen zu wachsen und sich permanent zu entwickeln. Er führt ein glückliches Leben und ist immer für seine Familie da.

Während du die unterschiedlichen Vatertypen kennengelernt hast, hast du für dich bestimmt eine Einstufung vorgenommen. Zu welchem Vatertyp gehörst du? Vielleicht bist du, wie ich es früher war, eine Mischung aus zwei oder drei Vatertypen?

Beantworte die folgenden Fragen und höre dabei tief in dich und in dein Herz hinein:

Welche Art Vater möchtest du in deinem Leben sein? Welche Art Vater möchtest du für deine Kinder sein? Welche Art Mann möchtest du für dich und für deine Ehefrau sein?

Smarte Grüße

Roman

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Sechs Jahre unseres Lebens im Autopiloten

Wir verschwenden 6 Jahre unseres Lebens im Autopilot

»Die einzige Art zu leben besteht darin, jede Minute als unwiederholbares Wunder zu akzeptieren.« Tara Brach

Wie oft lebst du dein Leben im Autopiloten? Jetzt fragst du dich bestimmt: „Autopilot? Was soll das sein, wir haben doch als Menschen keinen Autopiloten?“ Und ich sage: „Doch, wir haben einen Autopiloten!“ Stell dir ein Flugzeug vor. Im Endeffekt ist das wie bei den Piloten in ihren Flugzeugen. Sie können einfach mal auf den Autopiloten stellen und das Flugzeug fliegt mit diesem Navigationssystem an sein Ziel. Die Autos der neuesten Generation können das ja auch schon ganz gut. Du drückst da einfach auf den Knopf und dein Auto fährt fast von allein. Und ich sage: Ganz viele Menschen machen es genauso. Jeden Tag. Tag für Tag. Sie drücken in ihrem Leben einmal auf den Autopilot-Knopf, und viele Jahre ihres Lebens ziehen einfach an ihnen vorbei. Du glaubst mir nicht? Lass uns gemeinsam ein paar Beispiele anschauen.

Jeder kennt folgende Situation: Du warst gerade noch in der Arbeit, kurz vor Feierabend. Dann gehst du runter und steigst in dein Auto ein. Du lässt den Motor an und fährst los. Und irgendwie, eine halbe Stunde oder eine ganze Stunde später, fährst du in deinen Hof rein, parkst dein Auto – und stellst dir dann die Frage: Das ging jetzt aber schnell … wie bin ich überhaupt so schnell nach Hause gekommen? Die Antwort ist ganz einfach: Wir steigen ins Auto und telefonieren parallel. Der eine oder andere tippt noch Nachrichten übers Smartphone. Wir hören Radio oder Musik. Manche ziehen sich ein Hörbuch rein. Es gibt so viele Ablenkungen beim Autofahren. Das heißt, wir fahren im Autopiloten und nehmen das Fahren gar nicht mehr richtig wahr. Wir hören oder tun irgendetwas anderes parallel. Weil es uns im Moment wichtiger erscheint. Deshalb merken wir überhaupt nicht mehr, wie die Stunde vergeht, und plötzlich stehen wir vor unserem Haus. Das bedeutet, dass wir die ganze Zeit über im Autopiloten unterwegs gewesen sind.

Das erste Geheimnis: Serien und andere Medien betäuben unsere Gedanken

Ich muss zugeben, dass ich noch bis vor einigen Jahren ein absoluter Serienjunkie gewesen bin. Ich wollte mir das früher nur nicht eingestehen. Mittlerweile weiß ich, dass ich zu viel in die Flimmerkiste geguckt habe. Ich habe alle möglichen Serien geschaut. Irgendwas Lustiges, was mich vom stressigen Alltag abgelenkt hat. Ich habe viele Filme gestreamt. Wie bei mir so ein normaler Alltag ablief? Ich bin morgens aufgestanden und habe direkt den Fernseher eingeschaltet. Ich wurde also vom Fernseher beschallt. Parallel habe ich mich fürs Büro angezogen. Somit habe ich von der Umgebung, meinen Kindern und meiner Frau sowie allem um mich herum gar nicht wirklich Notiz genommen. Ich konnte mich gar nicht mehr konzentrieren. Nach der Arbeit daheim angekommen, ging der Griff automatisch zur Fernbedienung. Meistens liefen „Two and a Half Men“ oder „The Big Bang Theory“. Damit konnte ich ziemlich gut meine Gedanken betäuben. Dann habe ich wiederum weder die Kinder, noch die Frau oder sonst irgendwas wahrgenommen. Ich habe mir eingeredet, dass ich nach so viel Stress auf der Arbeit diese stumpfe Unterhaltung bräuchte, um runterzukommen. Ich weiß nicht, wie es bei dir aktuell aussieht. Hast du die gleichen Erfahrungen gemacht wie ich? Oder hast du deinen Fernseher bereits verschenkt? Sehr viele Jahre sah mein Alltag wie eben geschildert aus. Warum jedoch alle möglichen News für unser Leben wenig hilfreich sind, das erkläre ich dir in Kapitel 11 News-Faktor noch ganz ausführlich.

Das zweite Geheimnis: Multitasking funktioniert nicht

Für die Momente, in denen wir versuchen, mehrere Dinge gleichzeitig zu betreiben, haben wir ein tolles Wort erfunden: Multitasking. Aus meiner Sicht der größte Quatsch, den es überhaupt gibt. Wir Männer und auch die Frauen können überhaupt kein Multitasking. Unser Gehirn kann nicht mehrere Dinge gleichzeitig verarbeiten. Wir nehmen so viele Reize gleichzeitig auf. Jede Sekunde. Mit unseren Augen, Ohren, mit unserer Nase, mit unserem Tastsinn. In jedem Augenblick nehmen wir gleichzeitig so viel wahr. Unser Bewusstsein kann sich aber immer nur auf ein Thema gleichzeitig konzentrieren. Wir können nicht zugleich essen, Mails schreiben und eine Serie anschauen. Das funktioniert einfach nicht. Unser Bewusstsein kann all diese Informationen nicht verarbeiten. Und in diesem Moment springt immer unser Unterbewusstsein an. Das ist unser Autopilot. Somit laufen die Automatismen ab, die das Unterbewusstsein im Laufe unseres Lebens irgendwann gelernt hat. Nur mit Hilfe unseres Unterbewusstseins schaffen wir es überhaupt, unser Auto von A nach B zu bewegen. Wir denken nicht mehr bewusst ans Lenken und Schalten. Das haben wir einmal gelernt und jetzt läuft es fast von allein. Das Problem dabei ist: Desto mehr Dinge wir gleichzeitig erledigen wollen, umso unkonzentrierter und unbewusster machen wir das. Wenn wir uns auf eine Sache wirklich fokussieren – und diese Aufgabe mit voller Konzentration und mit vollem Bewusstsein erledigen, erst dann wird sie auch gut. Anders kann es nicht funktionieren. Es würde nur nebenbei passieren und wir können gar nicht unsere volle Energie reinstecken.

Das dritte Geheimnis: Mit dem Autopiloten überspringen wir Zeiträume in unserem Leben

Ich habe schon erzählt, dass ich viel Fernsehen geguckt habe. Jetzt, im Nachhinein betrachtet, habe ich hierbei auch die ein oder andere Sache aufgeschnappt, die mir heute noch im Leben weiterhilft. Ein Film zum Thema Autopilot ist mir gut in Erinnerung geblieben, der Film „Klick“ mit Adam Sandler. Solltest du den Film nicht kennen, erläutere ich dir die Geschehnisse gleich noch kurz. Ich sah den Film damals als ich Mitte 20 war. Mit meiner jetzigen Frau war ich schon zusammen, aber wir waren noch nicht verheiratet. Seinerzeit hatten wir noch keine Kinder, sodass ich damals den Inhalt des Films noch nicht wirklich im vollen Umfang verstehen konnte.

Adam Sandler spielt im Film einen Familienvater. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder. Von Beruf ist er Architekt. Sein Leben läuft insgesamt gut. Trotzdem ist er unzufrieden. Er hat kaum Zeit für seine Kinder. Beruflich kommt er nicht vorwärts. Er muss nächtelang arbeiten und steht permanent unter Stress. Er verpasst wichtige Auftritte seiner Kinder. Seine Frau und seine Kinder sind enttäuscht von ihm. Und ständig fehlt das liebe Geld. Eines Tages in einem Baumarkt bekommt er eine Universalfernbedienung. Mit dieser kann er sein ganzes Leben steuern. Er kann andere Menschen auf „Pause“ drücken und sich Augenblicke somit länger betrachten. Er kann alles in der Zeit zurück- und nach vorne laufen lassen. An sich eine sehr coole Sache. Das hat er sich auch gedacht.

Es gab noch einen ganz besonderen Knopf. Dieser Knopf heißt „Skip“, oder, um in meiner Analogie zu bleiben, „Autopilot“. Damit konnte er gewisse unliebsame Handlungen einfach überspringen und sofort ans Ende der Handlung gelangen. Damit hat er die Autofahrt ins Büro übersprungen. Er hatte keine Lust mehr, das Autofahren bewusst wahrzunehmen, weil es ständig Stau und nervige anderer Autofahrer gab. So hat er den Knopf „Autopilot“ gedrückt. Einen Augenblick später war er auf der Arbeit. So musste er sich nicht bewusst mit der Autofahrt auseinandersetzen. Er hat angefangen, verschiedene unliebsame Handlungen mit diesem Autopiloten zu überspringen. Eine Sache davon war der Weg bis zu seiner Beförderung. Er wollte unbedingt befördert werden. Sein Chef hat ihm die Beförderung in Aussicht gestellt, wenn er das nächste Projekt schaffen würde. Wenn er das nur richtig abliefert, dann würde er endlich befördert. Adam Sandler hat gearbeitet wie verrückt. Er ist viele Nächte wach geblieben und hat Gas gegeben. Er hat jeden Tag 12 Stunden im Büro und anschließend noch zu Hause weitergearbeitet, um endlich diese Beförderung zu bekommen.

Er hat alles dafür gegeben. Seine Beweggründe lagen darin, dass er etwas Tolles für seine Familie tun wollte. Er wollte seiner Familie Luxus ermöglichen. Er wollte mehr erleben können. Er wollte mehr Geld und mehr Anerkennung. Er dachte, er sei clever. So entschloss er sich kurzerhand, er würde die viele harte Arbeit bis zum Ende des Projektes im Autopiloten erledigen. Damit er sich sofort seine Beförderung abholen könne. So müsste er sich diese ganze Quälerei nicht mehr bewusst antun. Somit hat er den magischen Knopf gedrückt. Von einem Augenblick auf den anderen ist er fünf Jahre in die Zukunft gesprungen. Plötzlich ist ihm bewusst geworden, dass es irgendwie viel länger gedauert hat, als er sich das vorgestellt hatte. Fünf Jahre seines Lebens hat er im Autopiloten verbracht.

Seine Beförderung hat er bekommen, aber irgendwie ist alles andere in seinem Leben kaputtgegangen. Seine Frau hat ihn verlassen. Die Kinder haben ihren Vater kaum gesehen. Er war niemals für sie da gewesen. Somit sind seine Beziehungen komplett in die Brüche gegangen. Sein Fokus auf Job und Beförderung haben ihm in letzter Konsequenz seine Familie gekostet. So ging das dann immer weiter. Er hat immer mehr seiner Lebensabschnitte im Autopiloten übersprungen. Als er schließlich alt wurde, war er ganz allein. Er war krank, weil seine Gesundheit unter seiner Lebensweise im Autopiloten gelitten hat. Zu seinen Kindern hatte er keine gute Beziehung. Er war komplett frustriert und am Ende. Er lag allein in einem Krankenhaus und war kurz davor, zu sterben.

Zum Glück ist es nur ein Film. Ansonsten wäre es doch eine sehr traurige Geschichte. Im letzten Moment ist er auf einmal wieder in sein altes Leben zurückgekehrt, bevor er diese Universalfernbedienung erhalten hatte. All seine Erkenntnisse aus dieser Lebensreise konnte er mitnehmen und sein Leben damit neu starten. Er hatte jetzt die Möglichkeit, aus seinen Fehlern zu lernen. Er konnte mit einem neuen Mindset einfach wieder dort starten, wo er aufgehört hatte.

Wir haben diese Möglichkeit leider nicht. Viele von uns sind wirklich in diesem Autopiloten gefangen. Wir rechtfertigen das mit allen möglichen Gründen. Du hast bestimmt auch Gründe bzw. Rechtfertigungen, warum du deinen Autopiloten einschaltest. Und manchmal ist es auch überlebensnotwendig, dass unser Autopilot einspringt. Es ist ein Instinkt, der uns in schwierigen Lebenssituationen helfen soll. Allerdings nutzen wir diesen auch zu oft für viele andere Situationen und überspringen damit ganze Lebensabschnitte.

Das vierte Geheimnis: Materielle Dinge in Lebenszeit umrechnen

Wir alle haben Lebensumstände, die wir nicht sofort verändern können. Wir müssen Geld verdienen. Und vielleicht brauchst du auch dringend ein neues Auto. Oder du musst die Schulden für dein Haus abbezahlen. Oder du willst noch mit deiner Familie einen besonderen Urlaub erleben. Jeder von uns hat so seine Gründe, warum er sich in einem gewissen Lebensabschnitt in seine Arbeit reinkniet und Überstunden durchzieht.

Betrachte bitte deinen materiellen Besitz oder deine aktuelle Karrierestufe bzw. die angestrebte Beförderung mal aus einem anderen Blickwinkel. Lass uns das gemeinsam genauer anschauen. Du kaufst dir ein neues Auto; sagen wir für 50.000 EUR. Dabei ist es egal, ob du es least, finanzierst oder in bar bezahlst. Und jetzt erstelle bitte folgende Berechnung. Wie viel Zeit hat dich dieses Auto gekostet? Wie viel Zeit, die du mit deinen Kindern hättest verbringen können, hat dich dieses Auto gekostet? Wie viel Zeit, die du mit deiner Frau hättest verbringen können, hat es dich gekostet? Und wie viel Zeit hat es gekostet, die du in dich selbst hättest investieren können? Nehmen wir an, dass du 20 EUR netto in der Stunde verdienst. Das sind 160 EUR am Tag und 3.200 EUR im Monat. Wir unterstellen jetzt, dass du das Auto für 20.000 EUR nach vier Jahren weiterverkaufst oder bei Leasing zurückgibst. In vier Jahren kostet dich das Auto somit 30.000 EUR. Es bedeutet, dass du für das Auto 1.500 Stunden arbeiten müsstest. Wenn du diese Rechnung jetzt erstellst und du ein viel günstigeres Auto gekauft oder du einen viel höheren Stundenverdienst hast, dann könnte dich ein Auto entsprechend weniger Zeit kosten. Wenn du jetzt aber erkennst: „Dafür musste ich jahrelang arbeiten und Überstunden leisten. Dafür habe ich nicht nur viel Zeit und Energie investiert, sondern auch viele Dinge im Leben vernachlässigt und viele Momente meines Lebens im Autopiloten übersprungen …“ – dann hoffe ich, dass du ab heute anders darüber denkst.

Stell dir jetzt einfach mal vor, dass du dir gar kein Auto kaufst. In den nächsten vier Jahren nimmst du dir stattdessen zehn Monate unbezahlten Urlaub. Dies entspricht ungefähr den errechneten 1.500 Stunden. Wie würde dein Leben aussehen? Wie viel Zeit könntest du mit deinen Kindern und deiner Familie verbringen? Wie viel Zeit könntest du in dich investieren, um deine Träume zu verwirklich? Es lohnt sich bei größeren Ausgaben über diese Fragen nachzudenken. Findest du nicht auch?

Das fünfte Geheimnis: Achtsamkeit

Wir sollten lernen, unser Leben viel bewusster und achtsamer zu leben. Ich persönlich strebe das jeden Tag an. In den letzten Jahren habe ich große Fortschritte erzielt. Dafür habe ich mir diese Herausforderung jeden Tag vor Augen geführt. Und dann habe ich angefangen, genauer auf meinen Tagesablauf zu achten. Wann schalte ich den Autopiloten ein? Und warum schalte ich ihn ein?

Deinen Autopiloten erkennst du daran, dass du ohne Emotionen und ohne es bewusst wahrzunehmen eine Sache erledigst. Er geht bei mir fast immer an, wenn ich stupide Aufgaben, wie Staubsaugen erledige. Nachdem ich mir diese Fragen beantwortet habe, überlege ich mir, was ich tun kann, um mein Leben bewusster zu leben. Wenn ich also etwa während der Autofahrt ins Büro ständig im Autopiloten bin – was könnte ich daran ändern? Mit Corona ist die Änderung von ganz allein gekommen. Aber auch schon vor der Krise habe ich mit meinem Chef über die Vorteile von Homeoffice gesprochen und eine Lösung für meine Situation gefunden. Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten. Die Fähigkeiten „bewusste Wahrnehmung“ und „Achtsamkeit“ kann jeder ziemlich einfach erlernen. Achtsamkeit kommt aus der Meditation.

Nimm dir vor, einmal am Tag zu meditieren. Dafür kannst du die vielfältigen Meditationen auf Youtube nutzen. Dabei setzt du dich bequem auf deine Couch oder auf deinen Bürostuhl hin und nimmst bewusst deinen Atem, deinen Körper und deine Umgebung war. Du versuchst, die Umgebung und sämtliche Geräusche loszulassen und tief in dich hineinzuhorchen.

Es gibt auch andere Übungen. Beim Spazierengehen, beim Sitzen und auch beim Spielen mit deinen Kindern. Nehme bewusst mit deinen Augen, mit deinen Ohren, mit deinem Tast- und Geruchssinn die ganze Umgebung wahr und sauge diese Momente tief in dich ein. Nimm diese ganzen Eindrücke, die du während des Spaziergangs, beim Sitzen oder beim Spielen mit deinen Kindern wahrnimmst und fokussiere dich auf das was du gerade vor dir siehst.

Wenn du also mit deinen Kindern spielst, dann setze dich hin und fokussiere dich auf das Spiel und die Kinder. Schmeiß dein Handy zur Seite. Schalte den Fernseher aus. Fokussiere dich auf die Kinder. Was machen sie gerade? Wie spielen sie? Wie freuen sie sich? Was passiert in dir, wenn du deine Kinder spielen siehst? Achte darauf. Übe das jeden Tag. Wenn du beim Spazierengehen bist, dann achte auf alle Kleinigkeiten. Wie fühlen sich deine Füße auf dem Untergrund an? Wie fühlt sich die Luft auf deiner Haut an? Welche Gerüche nimmst du wahr? Welche Geräusche hörst du um dich herum? Übe das und du wirst lernen deinen Autopiloten bewusst zu steuern.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

Smarte Grüße

Roman

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Veränderung der Männerrolle

Veränderung der Männerrolle

»Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll.« Georg Christoph Lichtenberg

 

Die Generation von Männern des 21. Jahrhunderts steht vor neuen Herausforderungen. Die Männerrolle befindet sich im Wandel wie noch niemals zuvor. Die Vereinbarkeit der Vaterrolle und der Rolle als Ehemann stehen ebenso im Fokus wie der Erfolg im Beruf und die eigene Gesundheit. Zum ersten Mal in der Geschichte wird auch von Männern erwartet, dass sie den Spagat zwischen Beruf und Familie erfolgreich meistern.

Eltern sind in Ihrem Verhalten Vorbilder für Ihre Kinder. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Kinder sich das Verhalten ihrer Eltern abschauen und ebenso ihre Glaubensätze übernehmen, die sie dann später als Erwachsene ungeprüft aufrechterhalten.

Somit haben die Lebensumstände unserer Großväter und Väter einen immensen Einfluss auf uns heutige Väter. Doch mit welchen Glaubenssätzen sind unsere Väter groß geworden? Schauen wir zurück auf die Herausforderungen unserer Großväter. In der Nachkriegszeit war es die Aufgabe der Männer, die Familie zu ernähren und für ein Dach über dem Kopf zu sorgen. Die Rollentrennung war damals ganz streng aufgeteilt. Somit hatten Väter seinerzeit weder mit Haushalt noch mit der Kindererziehung etwas zu tun und die Partnerschaft musste „funktionieren“.

Und genau dieses Verhalten haben unsere Väter von ihren Vätern verinnerlicht. Jedoch hatten sich die Zeiten bereits in den 60er und 70er Jahren schon sehr stark verändert. Zu jener Zeit machte sich der Wirtschaftsaufschwung bemerkbar. Je nach Land und Herkunft ging es den meisten Menschen schon richtig gut. Der Aufschwung hat vielen zu neuen Jobs und damit zu einem höheren Wohlstand verholfen. Doch die Rolle unserer Väter schien unverändert; hat sich nicht großartig von der Rolle ihrer Väter unterschieden. Die Frau war auch weiterhin für die Kinder und den Haushalt verantwortlich und der Mann fürs Geldverdienen. Es war damals fast in allen Haushalten üblich, dass nur der Mann gearbeitet hat. Die Rollen waren klar verteilt. Der Vater hatte sehr wenig Anteil an der Kindererziehung und war meist sehr streng und autoritär. Das bedeutet für uns heutige Väter, dass wir diese Prägung von unseren Vätern mitbekommen haben.

Allerdings stehen wir Väter heutzutage vor Herausforderungen, für die wir keine Vorbilder mehr haben. Unsere verinnerlichten Prägungen und Glaubenssätze sind eher Hindernisse als Hilfestellungen.

Heutzutage haben bereits viele Väter erkannt, dass sie es anders machen wollen als ihre eigenen Väter. Gegenwärtig arbeiten meist auch beide Elternteile. Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen möchten die Mütter ebenfalls beruflichen Erfolg. Zum anderen ist das Leben aktuell so teuer geworden, dass die meisten Familien auf ein zweites Einkommen schlichtweg angewiesen sind. Das führt zwangsläufig zu einer veränderten Männerrolle. Zusätzlich zum Job kommen noch der Haushalt hinzu, außerdem die Kindererziehung und die Pflege der Partnerschaft.

Darauf wurden wir Männer von unseren Vätern nicht vorbereitet. Das ist plötzlich eine gänzlich neue Situation für die Männerwelt. Jeder Vater versucht es auf seine Art und Weise zu lösen. Das läuft dann so, dass der Tag meistens immer kürzer wird, weil wir uns immer mehr Aufgaben vornehmen. Noch kurz einkaufen, dann die Kinder zum Sport fahren, dann die Frau unterstützen, es folgt schließlich noch ein wichtiges Meeting und – nicht zu vergessen – der Termin beim Elternabend. Für einen selbst bleibt da kaum noch Zeit. Die meisten Männer suchen deshalb einen Kompromiss. Manche bewusst, viele unbewusst. Der Kompromiss sieht oft so aus, dass die eigenen Bedürfnisse und die eigene Gesundheit vernachlässigt werden. Oft leidet auch die Ehe darunter. Das ist einer der Gründe für die aktuell hohe Scheidungsrate. Ein weiterer Kompromiss besteht darin, dass die eigenen Ziele und Wünsche hintenangestellt werden. Die Karriere wird zum Wohle der Familie aufgegeben. Ich bin der festen Überzeugung, dass es keine Kompromisse geben darf. Denn damit beschneiden wir uns der Möglichkeit, ein großartiges Leben zu führen. Wir vermitteln unseren Kindern, ob bewusst oder unbewusst, dass du auf vieles verzichten müsstest, wenn du Kinder hast. Wollen wir wirklich, dass unsere Kinder das von uns lernen? Sollen unsere Kinder in dem Bewusstsein aufwachsen, dass Kinder eine Belastung für das Leben ihrer Eltern sind? Natürlich lieben wir unsere Kinder. Die Familie ist wichtiger als alles andere. Und eben weil die Familie und die Kinder besonders wichtig sind, haben wir die Verantwortung, ihnen vorzuleben, wie sie ein erfülltes Leben fernab von Kompromissen führen können.

Smarte Grüße

Roman